Donnerstag, 15. November 2018
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Wertströme gestalten mit Lean 4.0

Lean Digital Manager vereint Lean Production und Industrie 4.0 von Tayfun Kaymakci, Leiter ROI Learning Campus, ROI Management Consulting AG

Wer mittels Digitalisierung in seinen Wertschöpfungsnetzwerken neue Potenziale aktivieren möchte, sollte dazu auch Lean-Prinzipien und Methoden nutzen. Gerade Industrieunternehmen verfügen in der Regel über ein jahrelang aufgebautes Know-how zur Lean Transformation. Das ist ein idealer Ausgangspunkt, um Mitarbeiter zu Entscheidern weiter zu qualifizieren, die mit LEAN 4.0 erfolgreich schlanke und smarte Prozesse realisieren. Wie das funktioniert, vermittelt der ROI Zertifizierungslehrgang zum „Lean Digital Manager“.

Lernerfolge aus vier Modulen

Die Teilnehmer sollten dazu ein grundlegendes Verständnis über die Prozess-/Wertstrom-Gestaltung in ihrem Unternehmen mitbringen. Der Lehrgang entwickelt ihre Methoden-, Führungs- und Digitalkompetenzen dahingehend weiter, dass sie die Vorteile von Lean Production und Industrie 4.0 im eigenen Arbeitsumfeld gewinnbringend kombinieren. Dazu vermittelt das Programm in fünf Seminartagen einen fokussierten Überblick zum Status und den Technologien der Industrie 4.0 – natürlich mit einer Zuordnung dazu, welche dieser Technologien für eine schlanke Produktion besonders nützlich sind. Zugleich erfahren die Teilnehmer, wie sich die Führungsrolle im digitalen Wandel verändert und welche Kompetenzen in der VUCA-Welt erfolgversprechend sind; sei es am Shopfloor, der Linie, bei Qualitätsthemen oder in der Logistik. Insgesamt ist der Lehrgang in vier verschiedene Module gegliedert, die man allerdings auch einzeln besuchen kann:

  • Modul 1: Praxiswissen Industrie 4.0 – Grundlagen und Anwendungsfelder
    Die Teilnehmer lernen zunächst die wichtigsten Treiber und Technologien im Industrie 4.0-Umfeld kennen und erfahren, wie sie eine individuelle Industrie 4.0-Roadmap zur Verbesserung der eigenen Wertschöpfungskette entwickeln können.
  • Modul 2: Digitalisierung der schlanken Produktion
    Das zweite Modul beschäftigt sich mit dem Zusammenspiel von Lean und Industrie 4.0-Elementen. Die Teilnehmer erfahren, wie sich die Prinzipien eines schlanken Produktionssystems – z.B. Kundentakt, Fluss, Pull-System oder Null-Fehler – durch den Einsatz von Daten und digitalen Technologien unterstützen lassen.
  • Modul 3: Die Führungskraft im digitalen Wandel
    Darüber hinaus wird beleuchtet, wie sich Führungsprinzipien und -rollen durch den digitalen Wandeln verändern und welche Instrumente Führungskräfte einsetzen können, um die digitale Transformation bestmöglich zu unterstützen.
  • Modul 4: Digitale Technologien für Lean Production
    Zum Abschluss können die Teilnehmer im Rahmen eines zweitägigen Praxisseminars in der IoT Fab von ROI in Jesenice/Prag Industrie 4.0-Lösungen in realen Fabriksituationen selbst anwenden. Dabei vertiefen sie ihr Wissen über Technologien und Methoden wie Machine Learning, Big Data oder Lean Methoden mit IoT wie E-Kanban, Wertstromanalyse 4.0, SMED-Viewer. Außerdem erarbeiten sie erste Ansätze für die Umsetzung von Lean Digital Lösungen im eigenen Unternehmen.

Bei allen Modulen steht jeweils der Praxisbezug im Vordergrund – gerade durch die Anwendungsszenarien in der ROI-Lernfabrik bzw. in der IoT Fab können die Teilnehmer durch Ausprobieren eigene Lösungsansätze für Lean Digital entwickeln.

Use Case: Digitalisierung eines Wertstromes

In einem solchen Anwendungsszenario geht es zum Beispiel darum, relevante Einflussgrößen für Lean 4.0 in der Produktion zu identifizieren. Dazu wird u.a. der Wertstrom eines mit Kunststoff umspritzten Druckgussteiles betrachtet. Bei dessen Herstellung fallen in aktuellen Spritzgussmaschinen sehr viele Daten an, etwa zu Drücken, Zeiten, Temperaturen usw. Die angehenden Lean Digital Manager erfahren nun, dass die Einflüsse der vor- und nachgelagerten Prozesse auf die Produktqualität – wie Handling, Transport, Lagerung, Wärmebehandlung, Nacharbeit – ebenso wichtig, aber deutlich schwieriger digital zu erfassen und auszuwerten sind. Anstatt sich auf fragmentierte „Dateninseln“ zu konzentrieren, schärfen sie so ihren Blick für die Herausforderungen und Chancen eines komplett digitalisierten Wertstroms.

Komplexität in der Fertigung managen

Mit diesen und weiteren Schwerpunkten bietet das Programm passende Lösungsansätze für die Herausforderungen eines zunehmend komplex werdenden Fertigungsalltages. Es vereint den wesentlichen Lean Gedanken – die Reduktion von Verschwendung und Komplexität – mit praxisbezogenen Impulsen zur Weiterentwicklung von Lean mittels Industrie 4.0-Technologien. Lean Digital Manager können somit eine Brücke zur „neuen Welt“ schlagen. Sie fürchten die Auseinandersetzung mit steigender Komplexität nicht, sondern übernehmen die Rolle eines „Komplexitäts-Gestalters“.

Seminartermine und Orte 2018
11.-15. Juni in München
24.-28. September in Stuttgart
05.-09. November in München

Weitere Informationen und Anmeldeunterlagen zum „Lean Digital Manager“ erhalten Sie unter www.roi.de/trainings und via Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Weitere Informationen und Anmeldeunterlagen zum „Lean Digital Manager“:

https://www.roi.de/unternehmensberatung/learning-campus/zertifizierungsprogramme/https://www.roi.de/unternehmensberatung/learning-campus/zertifizierungsprogramme/

Videoimpressionen aus der ROI IoT Fab in Prag: https://www.youtube.com/watch?v=n5av5cwPKuI

Quellenangabe Bild: © Fotolia

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